ADIPOSITASZENTRUM · WEIGHT DOCTORS® NATIONALKLINIK

Magenbypass – Beratung und Operation im Bürgerspital Wertheim

Bei medizinischer Indikation als Kassenleistung, operiert in der Weight Doctors® NATIONALKLINIK. Vorbereitung und Nachsorge wohnortnah an den Standorten von Weight Doctors®.

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Ein Magenbypass ist eine Operation bei starkem Übergewicht: Aus dem oberen Teil des Magens entsteht eine kleine Tasche, die direkt mit dem Dünndarm verbunden wird. Die Nahrung umgeht so den übrigen Magen und den ersten Abschnitt des Dünndarms. Der Eingriff erfolgt laparoskopisch, also über wenige kleine Zugänge in der Bauchdecke, und in Vollnarkose.

Im Bürgerspital Wertheim wird der Magenbypass in der Weight Doctors® NATIONALKLINIK durchgeführt, bei medizinischer Indikation auch als Kassenleistung. Hier lesen Sie, für wen der Eingriff infrage kommt, wie der Weg zur Operation verläuft, welche Risiken es gibt, was sich danach im Alltag ändert und was die Krankenkasse übernimmt.

Kurz erklärt

  • Was: Eine kleine Magentasche wird direkt mit dem Dünndarm verbunden. Der übrige Magen bleibt im Körper, wird aber umgangen.
  • Für wen: in der Regel ab einem BMI von 40 oder ab 35 mit Begleiterkrankungen, wenn andere Wege nicht ausgereicht haben.
  • Kasse: Bei medizinischer Indikation übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Operation mit dem stationären Aufenthalt. Das Vorbereitungsprogramm, die Nachsorge und die Laborkontrollen sind Selbstzahlerleistungen.
  • Wo: Operiert wird in Wertheim, Vorbereitung und Nachsorge sind wohnortnah an den Standorten von Weight Doctors® möglich.
  • Danach: lebenslange Nachsorge mit Laborkontrollen und Nahrungsergänzung.

Was ist ein Magenbypass?

Beim Magenbypass wird der Magen kurz unterhalb der Speiseröhre geteilt. Aus dem oberen Teil entsteht eine kleine Magentasche, die direkt mit einer Schlinge des Dünndarms verbunden wird. Der übrige Magen bleibt im Körper, die Nahrung fließt aber an ihm vorbei. Im Englischen heißt der Eingriff gastric bypass.

Der Magenbypass wirkt auf zwei Wegen:

  • Kleinere Portionen: Die kleine Magentasche fasst nur wenig, dadurch stellt sich das Sättigungsgefühl früher ein.
  • Veränderte Verdauung: Die Nahrung trifft erst später auf Galle und Bauchspeicheldrüsensaft. Dadurch verändern sich die Verdauung, die Aufnahme von Nährstoffen und hormonelle Signale, die an Sättigung und Stoffwechsel beteiligt sind.

Anders als beim Schlauchmagen bleibt der übrige Magen im Körper. Weil sich die Verdauung dauerhaft verändert, gehören Nahrungsergänzung und regelmäßige Laborkontrollen lebenslang dazu.

Roux-Y-Bypass und Mini-Bypass: die Varianten

Der Magenbypass wird im Bürgerspital in zwei Varianten durchgeführt. Beide erfolgen laparoskopisch und in Vollnarkose:

Roux-Y-Magenbypass

Das klassische Verfahren mit zwei neuen Verbindungen: Die Magentasche wird mit dem Dünndarm verbunden, und der Dünndarm wird ein zweites Mal untereinander verbunden. Zusammen ergeben die beiden Verbindungen die Form eines Y.

Mini-Bypass

Auch Omega-Loop- oder Ein-Anastomosen-Bypass genannt: Die Magentasche wird mit nur einer Verbindung an eine Dünndarmschlinge angeschlossen, die Operationszeit ist etwas kürzer. „Mini“ bedeutet dabei nicht, dass der Eingriff kleiner oder weniger belastend wäre.

Welche Variante zu Ihnen passt, entscheidet das Behandlungsteam gemeinsam mit Ihnen nach Befund, Begleiterkrankungen und Voroperationen.

Für wen kommt ein Magenbypass infrage?

Eine Operation wie der Magenbypass kommt nach den Leitlinien infrage, wenn das Gewicht die Gesundheit gefährdet und andere Wege nicht ausgereicht haben:

  • BMI ab 40 oder BMI ab 35 mit Begleiterkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Schlafapnoe, Fettstoffwechselstörungen oder Reflux
  • in der Regel nach einem mindestens sechsmonatigen multimodalen Konzept mit Ernährungsberatung, Bewegungsprotokoll, psychologischem Gutachten, Magenspiegelung und Laboruntersuchung
  • bei einem BMI ab 50 oder ab 35 mit schwer einstellbarem Typ-2-Diabetes kann der Eingriff auch früher sinnvoll sein
  • ein Alter ab 18 Jahren, keine bestehende oder geplante Schwangerschaft und psychische Stabilität; Essstörungen und instabile psychische Zustände werden vorher im psychologischen Gutachten abgeklärt

Der Magenbypass wird häufig gewählt, wenn neben dem Übergewicht ein Typ-2-Diabetes oder ein ausgeprägter Reflux besteht. Wie der Body-Mass-Index eingeordnet wird, erklärt die Seite Übergewicht und Adipositas.

Gemeinsame Entscheidung

Ob und wie operiert wird, entscheidet ein Team aus Chirurgie, Ernährungsmedizin und Psychologie gemeinsam mit Ihnen.

Ihr Weg zur Operation in Wertheim

Eingriff
Laparoskopisch
Narkose
Vollnarkose
Dauer der Operation
60–120 Minuten
Stationär
3–5 Tage
Arbeitsunfähig
etwa 2–3 Wochen
Kostaufbau
4–6 Wochen
Nachsorge
Lebenslang
Kasse
Bei medizinischer Indikation

Die Angaben sind Richtwerte. Ihren persönlichen Plan besprechen Sie im Vorgespräch.

Schritt 1 · Erstberatung

Gewichtsverlauf, Begleiterkrankungen und bisherige Therapien werden erfasst; geprüft wird, ob die Voraussetzungen erfüllt sind.

Schritt 2 · Vorbereitung

Das multimodale Konzept über mindestens sechs Monate: Ernährungsberatung, Bewegungsprotokoll, psychologisches Gutachten, Magenspiegelung und großes Blutbild.

Schritt 3 · Indikation

Das Team legt mit Ihnen das Verfahren fest. Bei Kassenleistung wird die Kostenübernahme geprüft und der Operationstermin geplant.

Schritt 4 · Operation

Der Magenbypass in der Weight Doctors® NATIONALKLINIK im Bürgerspital Wertheim, danach drei bis fünf Tage stationär, mit Anästhesie und Intensivmedizin im Haus.

Schritt 5 · Kostaufbau

Einige Wochen flüssige, dann breiige Kost, schrittweise zurück zu festen, kleinen und eiweißreichen Mahlzeiten.

Schritt 6 · Nachsorge

Lebenslang: Kontrollen, Laborwerte sowie Vitamin- und Mineralstoffpräparate, wohnortnah an den Standorten von Weight Doctors®.

Operation und stationärer Aufenthalt finden in Wertheim statt, in einem Krankenhaus mit eigener Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin. Beratung, Vorbereitung und Nachsorge sind wohnortnah an den Standorten von Weight Doctors® oder per Video möglich. Wertheim liegt an der A3 zwischen Frankfurt am Main und Würzburg.

Risiken und Nebenwirkungen

Wie jede Operation kann auch der Magenbypass Komplikationen haben. Dazu gehören:

  • Undichtigkeiten an den Klammernähten mit der Gefahr einer Infektion
  • Blutungen und Wundinfektionen
  • Thrombosen und Embolien
  • Risiken der Narkose

Später können Bauchwandbrüche, Gallensteine bei schneller Gewichtsabnahme und Mangelzustände auftreten, wenn Vitamine und Mineralstoffe fehlen.

Typisch für den Magenbypass ist das Dumping-Syndrom, vor allem nach zucker- oder sehr fettreichem Essen. Beim frühen Dumping treten kurz nach dem Essen Übelkeit, Herzrasen, Schwitzen oder Durchfall auf, beim späten Dumping ein bis drei Stunden danach Unterzuckerung und Zittern. Oft bessern sich die Beschwerden mit angepasstem Essverhalten.

Aufklärung vor dem Eingriff

Alle Risiken bespricht die Ärztin oder der Arzt vor der Operation ausführlich mit Ihnen, auch, welche davon in Ihrer persönlichen Situation eine Rolle spielen.

Leben nach dem Magenbypass

Nach der Operation stellt sich der Körper Schritt für Schritt um. Diese Punkte gehören in der Regel dazu; verbindlich ist immer die Empfehlung Ihres Behandlungsteams:

Alltag
  • Einige Wochen flüssige, dann breiige Kost
  • Danach feste, kleine und eiweißreiche Mahlzeiten
  • Lebenslang Multivitamine, je nach Blutwerten auch Vitamin D, B-Vitamine, Eisen und Kalzium
  • Regelmäßige Laborkontrollen in der Nachsorge

Zucker und sehr fette Speisen können ein Dumping auslösen. Adipositas bleibt eine chronische Erkrankung: Der Körper passt sich an, und eine erneute Zunahme ist auch nach einem gut verlaufenen Eingriff möglich. Deshalb gehört die Nachsorge fest dazu.

Nach starkem Gewichtsverlust kann die Haut erschlaffen. Eine Straffung ist erst nach längerer Gewichtsstabilität sinnvoll, etwa mit Weight Doctors® RESHAPE. Meist ist sie eine Selbstzahlerleistung; bei medizinischer Notwendigkeit wird eine Kostenübernahme im Einzelfall geprüft. Zum Team des Adipositaszentrums gehört dafür Prof. Dr. med. Mathias Witt, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie.

Magenbypass oder Schlauchmagen?

Beide Operationen sind in der Adipositaschirurgie etabliert. Sie unterscheiden sich im Prinzip und darin, für wen sie eher infrage kommen:

Magenbypass

  • Kleine Magentasche und Umleitung des Dünndarms; der übrige Magen bleibt im Körper
  • Oft gewählt bei Typ-2-Diabetes oder Reflux
  • Zwei (Roux-Y) oder eine (Mini-Bypass) neue Verbindung
  • Vitamin- und Mineralstoffpräparate lebenslang, besonders wichtig

Schlauchmagen

  • Rund vier Fünftel des Magens werden entfernt, zurück bleibt ein Schlauch mit 150 bis 200 Millilitern
  • Eher geeignet ohne ausgeprägten Reflux
  • Technisch einfacher, ohne Umleitung des Darms
  • Präparate ebenfalls empfohlen, meist weniger umfangreich; nicht umkehrbar

Bei anhaltendem Reflux nach einem Schlauchmagen kann später eine Umwandlung in einen Bypass infrage kommen. Welche Operation zu Ihnen passt, wird gemeinsam nach der Diagnostik entschieden.

Was übernimmt die Krankenkasse?

Bei medizinischer Indikation übernimmt die gesetzliche Krankenkasse den Eingriff mit dem Aufenthalt im Bürgerspital Wertheim. Andere Bestandteile des Weges sind Selbstzahlerleistungen:

Von der gesetzlichen Kasse übernommen

  • die Operation mit Vollnarkose und der Überwachung danach
  • der stationäre Aufenthalt mit Visiten und Untersuchungen
  • Medikamente und Material während des Aufenthalts
  • in der Vorbereitung die ärztliche Aufklärung und die Magenspiegelung

Selbstzahlerleistungen

  • das multimodale Konzept zur Vorbereitung
  • die Nachsorgetermine
  • die begleitenden Laborkontrollen

Kassenfälle werden in der Weight Doctors® NATIONALKLINIK in Wertheim operiert, Vor- und Nachsorge finden wohnortnah an den Standorten von Weight Doctors® statt. Ob die Voraussetzungen erfüllt sind, wird im Einzelfall geprüft.

Private Krankenversicherungen entscheiden je nach Vertrag. Wer selbst zahlt, erhält nach dem Vorgespräch ein verbindliches Angebot. Privatversicherte und Selbstzahlende werden in der Main-Tauber-Klinik behandelt, die in das Bürgerspital eingebettet ist.

Mehr dazu: Magenverkleinerung und Krankenkasse: Kosten und Kostenübernahme · Das Vorbereitungsprogramm im Detail

Ihre Operateurinnen und Operateure

Operiert wird von Fachärztinnen und Fachärzten des Adipositaszentrums der Weight Doctors® NATIONALKLINIK im Bürgerspital Wertheim.

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Adipositaschirurgie

Prof. Dr. med. Karl Miller

Facharzt für Chirurgie

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Adipositaschirurgie

Dr. med. Oliver Scheffel

Chief Medical Officer der Westfalenklinik-Gruppe · Facharzt für Allgemeinchirurgie & Adipositaschirurgie

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Adipositaschirurgie

Mohamad Shalabi

Facharzt für Allgemein- und Visceralchirurgie

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Adipositaschirurgie

PD Dr. med. Dörte Wichmann

Fachärztin für Visceralchirurgie

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Adipositaschirurgie

Maksims Margolins

Facharzt für Allgemeinchirurgie

VOR UND NACH DER OPERATION

Vorbereitung und Nachsorge in Ihrer Nähe

Auf dem Weg über Weight Doctors® organisiert das Team das Vorbereitungsprogramm, legt den Operationstermin fest und rechnet nach dem Eingriff direkt mit der Krankenkasse ab. Einen eigenen Antrag müssen Sie in der Regel nicht stellen; die Einzelheiten klärt die Erstberatung.

Beratung, Vorbereitung und Nachsorge sind an den Standorten von Weight Doctors® oder per Video möglich. Die Basis jeder Therapie von Weight Doctors® ist die Weight Doctors® MEMBERSHIP, die Verlaufskontrolle und Nachsorge mit App, smarter Körperwaage und Coaching begleitet. Nach einer früheren Magenoperation, auch wenn sie andernorts stattfand, gibt es die Sprechstunde Weight Doctors® REVISION.

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FAQ – Magenbypass im Bürgerspital Wertheim

Was ist ein Magenbypass?

Bei einem Magenbypass wird aus dem oberen Teil des Magens eine kleine Tasche gebildet und direkt mit dem Dünndarm verbunden. Die Nahrung umgeht so den übrigen Magen und den ersten Abschnitt des Dünndarms: Kleinere Portionen sättigen früher, und die Verdauung verändert sich. Der Restmagen bleibt im Körper. Der Eingriff erfolgt laparoskopisch über wenige kleine Zugänge und in Vollnarkose.

In der Regel bei einem BMI ab 40 oder ab 35 mit Begleiterkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck oder Schlafapnoe, wenn andere Wege nicht ausgereicht haben, meist nach einem sechsmonatigen Vorbereitungsprogramm. Bei einem BMI ab 50 oder ab 35 mit schwer einstellbarem Typ-2-Diabetes kann der Eingriff auch früher sinnvoll sein. Voraussetzungen sind außerdem ein Alter ab 18 Jahren, keine bestehende oder geplante Schwangerschaft und psychische Stabilität.

Bei medizinischer Indikation übernimmt die gesetzliche Krankenkasse den Eingriff mit Narkose, Überwachung, stationärem Aufenthalt, Visiten, Untersuchungen sowie Medikamenten und Material während des Aufenthalts. In der Vorbereitung sind die ärztliche Aufklärung und die Magenspiegelung Kassenleistung. Das multimodale Konzept, die Nachsorge und die begleitenden Laborkontrollen sind Selbstzahlerleistungen. Kassenfälle werden in der Weight Doctors® NATIONALKLINIK in Wertheim operiert, Vor- und Nachsorge finden wohnortnah an den Standorten von Weight Doctors® statt.

In der Regel nicht. Auf dem Weg über Weight Doctors® organisiert das Team das Vorbereitungsprogramm, legt den Operationstermin fest und rechnet nach dem Eingriff direkt mit der Krankenkasse ab. Ob die Voraussetzungen erfüllt sind, wird im Einzelfall geprüft; die Einzelheiten klärt die Erstberatung.

Das hängt von Befund und Begleiterkrankungen ab. Bei starkem Reflux oder schwerem Typ-2-Diabetes wird eher der Bypass gewählt. Der Schlauchmagen ist technisch einfacher und kommt ohne Umleitung des Darms aus, lässt sich aber nicht rückgängig machen. Entschieden wird gemeinsam nach der Diagnostik.

Wie jede Operation kann er Komplikationen haben: Undichtigkeiten an den Klammernähten mit Infektion, Blutungen, Wundinfektionen, Thrombosen und Embolien. Später sind Bauchwandbrüche, Gallensteine, Mangelzustände und ein Dumping-Syndrom möglich, also Beschwerden nach zucker- oder fettreichem Essen. Alle Risiken werden vor dem Eingriff ausführlich besprochen.

Das ist von Mensch zu Mensch verschieden und hängt unter anderem vom Ausgangsgewicht, von Begleiterkrankungen, von Ernährung und Bewegung und von der Nachsorge ab. Ein bestimmtes Ergebnis kann niemand zusagen. Weil Adipositas eine chronische Erkrankung bleibt, ist später auch eine erneute Zunahme möglich; deshalb gehört die lebenslange Nachsorge dazu.

Ja, lebenslang. Weil sich die Verdauung verändert, gehören Multivitamine und je nach Blutwerten Vitamin D, B-Vitamine, Eisen und Kalzium zum Alltag. Regelmäßige Laborkontrollen zeigen, was fehlt; die Präparate werden danach angepasst.

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