HERNIENCHIRURGIE
Leistenbruch – Beratung und Operation im Bürgerspital Wertheim
Die häufigste Hernie – offen oder minimalinvasiv versorgt, in einer Abteilung mit dem DHG-Siegel „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“.
HERNIENCHIRURGIE
Die häufigste Hernie – offen oder minimalinvasiv versorgt, in einer Abteilung mit dem DHG-Siegel „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“.
Ein Leistenbruch entsteht, wenn sich in der Bauchwand im Bereich des Leistenkanals eine Lücke bildet und Gewebe aus dem Bauchraum hindurchtritt. Bemerkbar macht er sich meist durch eine weiche Vorwölbung in der Leiste und ein Ziehen, das beim Heben, Husten oder Pressen zunimmt und im Liegen oft wieder verschwindet.
Von allein bildet sich ein Bruch nicht zurück. Die gute Nachricht: Die Versorgung ist eine der am besten untersuchten Operationen überhaupt – und bei uns Routine. Wir operieren Leistenbrüche regelmäßig, nach klaren Standards und dokumentiert im bundesweiten Hernienregister.
Die Beschwerden entwickeln sich meist langsam. Typisch ist die Kombination aus einer sicht- oder tastbaren Vorwölbung und einem belastungsabhängigen Ziehen:
Wann es dringend wird: Lässt sich die Vorwölbung plötzlich nicht mehr zurückdrücken und kommen starke Schmerzen, Übelkeit oder Erbrechen hinzu, kann Gewebe eingeklemmt sein. Das ist ein Notfall – kommen Sie dann direkt in unsere Zentrale Notaufnahme oder rufen Sie den Rettungsdienst.
Ob und wann operiert wird, hängt von Ihren Beschwerden, der Größe des Bruchs und Ihrem Risiko ab. Die internationale Leitlinie HerniaSurge, die von der Deutschen Herniengesellschaft und der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft Hernie mitgetragen wird, sieht bei beschwerdefreien oder nur gering symptomatischen Leistenhernien ein abwartendes Vorgehen ausdrücklich als Option vor. Die Einschätzung treffen wir gemeinsam mit Ihnen in der Sprechstunde – nicht nach Schema:
Beschwerdefreie Brüche können leitliniengerecht unter Beobachtung bleiben. Wichtig ist, dass Sie die Warnzeichen kennen und sich bei Veränderung vorstellen.
Sobald der Bruch Sie bei Arbeit, Sport oder Alltag einschränkt, ist die Operation der zuverlässige Weg – und der Eingriff ist im frühen Stadium kleiner.
Einklemmungen sind selten – Notfalleingriffe machen rund 2,5 % aller Leistenhernien-Operationen aus. Tritt sie ein, wird sofort operiert.
Sie sind unsicher, ob Ihr Befund operiert werden muss? Kommen Sie damit zu uns in die Sprechstunde. Die Hernienoperation ist eine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen – ein Antragsverfahren müssen Sie dafür nicht durchlaufen.
Der Bruch wird endoskopisch über kleine Zugänge von innen verschlossen und die Bauchwand mit einem Netz spannungsfrei verstärkt. Vorteile sind die kleinen Schnitte, wenig Wundschmerz und eine oft raschere Rückkehr in den Alltag. Das Verfahren eignet sich besonders bei beidseitigen Brüchen und bei Wiederholungsbrüchen nach offener Voroperation.
Über einen kleinen Schnitt in der Leiste wird die Bruchlücke dargestellt und mit einem Netz spannungsfrei verstärkt. Die Technik ist seit Jahrzehnten etabliert und in bestimmten Situationen die bessere Wahl – etwa bei ausgedehnten Voroperationen im Bauchraum oder wenn eine Vollnarkose vermieden werden soll.
Beide Wege sind leitliniengerecht: HerniaSurge nennt die endoskopischen Techniken TAPP und TEP als bevorzugte Erstbehandlung, bewertet die offene Netzversorgung nach Lichtenstein aber als gleichwertig belegt. Entscheidend ist die Erfahrung des Operateurs mit dem gewählten Verfahren – welches für Sie das richtige ist, entscheiden wir gemeinsam nach Befund, Vorgeschichte und Ihren persönlichen Bedürfnissen.
Untersuchung des Befundes, Einordnung der Beschwerden und die gemeinsame Entscheidung, ob und wann operiert wird.
Ärztliche Aufklärung, Terminvergabe und der Eingriff im Bürgerspital Wertheim – mit Anästhesie und Intensivmedizin im Haus.
Kontrolle der Wundheilung, ein Schmerzkonzept für zu Hause und ein klarer Fahrplan für die Belastung.
Bewegung ist ausdrücklich erwünscht – schon am Operationstag stehen Sie mit Unterstützung wieder auf. Schonung heißt nicht Bettruhe. Die folgenden Zeiträume sind bewährte Faustregeln; verbindlich ist immer die Empfehlung Ihres Behandlungsteams:
„Die meisten Patienten schonen sich nach einer Leistenbruch-OP eher zu viel als zu wenig. Der Körper verträgt Bewegung besser als Stillstand – nur das schwere Heben muss warten.“
Rangel Shahanski — Leitender Oberarzt, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Bürgerspital Wertheim
Ausführlich: Wann Sie nach der Leistenbruch-OP wieder arbeiten, heben und Sport treiben können
QUALITÄT, DIE ÜBERPRÜFT WIRD
Unsere Hernienchirurgie trägt das DHG-Siegel „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“ der Deutschen Herniengesellschaft. Jede Hernienoperation wird im bundesweiten Register Herniamed erfasst – mit Nachbeobachtung nach einem, fünf und zehn Jahren.
Dieses Register macht Ergebnisse vergleichbar: Bundesweit liegt die Rezidivrate nach Leistenhernien-Operationen im Ein-Jahres-Follow-up bei rund 1,1 %. Für Sie heißt das: nicht behauptete, sondern gemessene Qualität – und ein Team, das nach der Operation an Ihrer Seite bleibt.
TERMIN & KONTAKT
Sie vermuten einen Leistenbruch?
Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Sprechstunde – wir schauen uns den Befund an und besprechen in Ruhe, was für Sie sinnvoll ist.
Unser Fokus liegt auf schonenden Verfahren, die den Körper möglichst wenig belasten. Moderne Technik und langjährige Erfahrung sind die Grundlage unserer Behandlungen.
Im Bürgerspital Wertheim arbeiten wir eng mit Spezialisten aus verschiedenen Fachbereichen zusammen, um Sie ganzheitlich zu behandeln.
Unsere erfahrenen Teams unterstützen Sie bei jedem Schritt – von der Therapieplanung bis zur Nachsorge. So können Sie sich auf Ihre Genesung konzentrieren.
Moderne OP-Säle und Diagnostik im Haus schaffen gute Bedingungen für Ihre Behandlung.
Für dringende externe Notfälle sind unsere Kliniken ab 1. Oktober 2026 rund um die Uhr erreichbar und aufnahmefähig – an 365 Tagen im Jahr:
Chirurgie: Notfalloperationen und Trauma-Versorgung
Innere Medizin: Akute internistische Notfälle
Anästhesie und Intensivmedizin: Notfallanästhesie und Intensivversorgung
Für bereits stationär aufgenommene Patienten bieten unsere Kliniken selbstverständlich 24/7 pflegerische, intensivmedizinische und ärztliche Versorgung.
Typisch ist eine weiche Vorwölbung in der Leiste, die beim Stehen, Husten oder Pressen deutlicher wird und im Liegen oft verschwindet, dazu ein belastungsabhängiges Ziehen oder Druckgefühl. Manche Brüche verursachen zunächst keine Beschwerden und fallen zufällig auf.
Nicht in jedem Fall. Kleine, beschwerdefreie Brüche können unter Beobachtung bleiben. Sobald Beschwerden im Alltag auftreten, ist die Operation der zuverlässige Weg – und der Eingriff im frühen Stadium kleiner. Bei einer Einklemmung wird sofort operiert.
Beide Verfahren sind etabliert und sicher. Die minimalinvasive Technik (TAPP) bietet kleine Zugänge und eine oft schnellere Erholung, die offene Technik (Lichtenstein) ist in bestimmten Situationen die bessere Wahl. Welches Verfahren zu Ihnen passt, entscheiden wir gemeinsam nach Befund und Vorgeschichte.
Als Faustregel: Büroarbeit ist oft gegen Ende der ersten Woche wieder möglich, körperlich fordernde Arbeit, schweres Heben und Kraftsport nach vier bis sechs Wochen. Bewegung im Alltag ist von Anfang an erwünscht. Verbindlich ist immer die Empfehlung Ihres Behandlungsteams.
Ja. Die Operation einer Hernie ist eine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen, ein Antragsverfahren ist dafür nicht erforderlich. Kommen Sie mit Ihrem Befund und Ihren Fragen einfach in unsere Sprechstunde – alles Weitere klären wir dort.
Wenn sich die Vorwölbung plötzlich nicht mehr zurückdrücken lässt und starke Schmerzen, Übelkeit oder Erbrechen hinzukommen, kann Gewebe eingeklemmt sein. Kommen Sie dann direkt in unsere Zentrale Notaufnahme oder rufen Sie den Rettungsdienst.
Wir melden uns bei Ihnen in der Regel schon binnen 1h zurück. Außerhalb unserer Geschäftszeiten am nächsten Werktag.